Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund e.V.

Unser Henschel TR29

Nach zehn Jahren im Bestand der AND wurde es notwendig, den ex-Trierer Henschel 29 einer vollständigen äußeren und zumindest teilweise inneren Wiederherstellung zuzuführen.
Auf dieser Seite berichten wir über die Einzelschritte, die uns ein Fahrzeug wie — naja, fast wie — vom Hersteller bescheren soll. Auch hier: jüngere Ereignisse zuoberst.

Kedern

02/2010 Fenster fixieren

Das nächste Häppchen, oder positiver formuliert: Es macht sich am TR29. Bis auf vier Fenstern, u.a. das noch fehlende Heckfenster, konnte allen neue Kederbänder eingezogen werden. Auf Basis der Maße der beschädigten alten Heckscheibe wurde eine Neuanfertigung in Resist75 in Auftrag gegeben.

Totale
Nachbarstand ist frei: endlich mal eine unverzerrte Totalansicht auf den neulackierten Bus.
Kraftanstrengung
Kraftanstrengung am Gummi
Einzug
Mit Spüli läufts wie geschmiert.
Scheibenweise

01/2010 Farbe dran — Fenster rein

Nachdem die Hülle des TR29 nun in ihrem neuen Beige glänzt und das Tief Daisy, das die Überführung des KOMs von der Lackierwerkstatt verzögerte, sich verflüchtigt hatte, können nun die Fenster wieder eingebaut werden.

Eine Gruppe von Acht hatte sich zu diesem Zweck in Wuppertal eingefunden. Bis auf schon zuvor beschädigt gewesene oder durch den Ausbau beschädigt wordene Scheiben, die noch ersetzt werden müssen, konnten alle wieder implantiert werden.

Die fehlenden und neuzufertigenden zwei Seiten- und die Heckscheibe werden dann noch bei einer zweiten Zusammenkunft eingebaut. Anschließend steht die Komplettierung der Beleuchtungsanlage und die Innenreinigung an.

Front in Beige
Wieder beigefarben: TR29
Gib Gummi
Gib Gummi, oder wie man die Fassung einzieht
Bis in die Ritzen
In die Ecken: Einpassen der Gummis
Ausmessen der Scheibe
Ungleiche Scheiben: Ausmessen des Fensters
Gelenkstelle
Faltenbalg zwischen frischer Farbe
Hinten links
Den Flanken entlang: hinten links
Hinten rechts
Der Türseite entlang
Farbig

12/2009 Sieht aus wie gelackt

Die Lackierung ist fertiggestellt. Jetzt müss(t)en die Fenster wieder eingebaut werden. Schlechtes Wetter zwischen den Jahren und aktueller Schneefall (01/2010) verhindern das Fahren des Busses vom Lackierort zu seinen andernorts deponierten Scheiben. Nach Abklingen der verzögernden Umstände kann's weiter- und losgehen.

Schichtenweise

26.08.2009 Fortschritte am TR29

Ein Abordnung der AND hat sich die Fortschritte bei der Neulackierung des KOMs angesehen. Mehrere Schichten Füller stellen die Grundlage für die anschließende beige Lackierung. Wie schon zuvor geschrieben erfolgt die Lackierung, anders als die Entlackung, durch Leute, die das besser können als wir Amateure vom Verein.

TR29 vorm Lackieren
TR29 gefüllert (Foto: Gerner)
Zuschauer
Dirk, Jürgen, Michael und Klaus neben TR29
Grundierend

06/2009 Grau auf Grau

Die erste Schicht Grundierung ist aufgetragen. Die nun matte Farbe vereinfacht das Erkennen von neuzuverspachtelnden Dellen und historischen Unfallschäden.

Schwingend und schleifend

28.03.2009 Letzte (Vereins-)Vorarbeiten an TR29

Soll heißen: Wahrscheinlich letzte Vorarbeiten vor der neuen Farbe.
Der Tag stand im Zeichen des Daches. Nachdem die großen Flächen an Seiten, Front und Heck bereits an vorigen Wochenenden von verbliebener Farbe, deren Grundierung und hartnäckigen Spachtelnestern befreit wurden, sollte auch die Dachfläche und deren Rundungen oberhalb der Fenster für die neue Lackierung zumindest angeschliffen werden. Dabei zeigte sich wieder einmal die Komplikation, an wirkliche alle Stellen zu kommen: Das im Dach über dem Fahrzeugkopf verbaute Blech erwies sich als nicht vernünftig begehbar, wohingegen andere Dachbereiche ohne Probleme auch zu Fuß zu erreichen waren.

Nach dem heutigen Tag und den jahrelangen vereinsinternen Eigenleistungen in Sachen Entfärbung, verbleibt die eigentliche Neulackierung abzuwarten, die allerdings nicht von Vereinsmitgliedern, sondern von einem Fachbetrieb ausgeführt wird.

Schleifer
Die Täter des Tages
Dachschliff
Letzte Farbe weg
Feger
Fegen gehört zum Handwerk
Handfeger
Alles ehemalige Farbe, Füller, Grundierung
Anschliff

28.02.2009 Die verbliebene Restfarbe muss weg

Nachdem die Fenster nicht mehr im Weg sind, konnten nun am TR29 auch die Stege zwischen den Fenstern abgeschliffen werden. Dicken Spachtelmassen am Heck konnten ebenfalls der Garaus gemacht werden. Rempler beim Ursprungsbetrieb wurden offenbar nicht ausgebeult, sondern filigran verfüllt. Verzichtet wurde auf Anraten der uns unterstützenden Fachwerkstatt darauf, die Frontscheiben zu entnehmen, da diese bei einer Beschädigung am aufwändigsten wiederzubeschaffen wären.

Zierleiste
Die Leiste ziert sich, daher Zierleiste
Entschlusskraft
Da hilft nur Entschlusskraft
Zierleiste
Ab isse. Nachschleifen.
Stege
Entlackung der Fensterholme
Dachrundung
Dachrundungen nachgearbeitet
Heckansicht
Spachtelmassenmassen am Heck weg
Frontblick
Tür 1 verrät die alte
weiß-blaue Lackierung
Apres Bus
Beim Après-Bus:
Roland, Stefan, Peter und Michael
Scheib(ch)enweise

14.02.2009 Ein Puzzlestein mehr in Richtung Wiederinbetriebnahme

Scheiben behindern sowieso nur das Rausschauen. Nun ist Henschel TR29 seit sieben (!) Jahren schon recht farblos. Das soll sich endlich wieder ändern. Um ihn für die anstehende Neulackierung vorzubereiten, wurden jetzt die Schreiben herausgenommen. In ein bis zwei Wochen müssen noch letzte Lack- und Spachtelmassenreste von der Karosse entfernt werden.

Scheibe raus
Peter Klein und Stefan Wichmann als Glaser
Scheibe drücken
Michael Dickmann in glasklarer Mission
Lampe ab
Frank Arend entleuchtet das Heck (Foto: Wichmann)
Peter gerädert
Hinterher war Peter gerädert (Foto: Wichmann)
Henschelbewegung

16.09.2008 Zum Lack nach Wuppertal

TR29 kommt nach gewisser Latenz wieder in Bewegung. Zum Neulackieren wurde der alu-blanke Nackedei nach Wuppertal überführt. Dort werden auch die Fenstergummis erneuert. Vorgesehen ist ein verkehrs-beiger Neulack in der früheren Trierer Farbgebung.

Was im Sommer 2002 mit der manuellen Entlackung anfing, Ende desselben Jahres mit der Instandsetzung der Kupplung, dann zwischen 2003 und Sommer 2005 mit dem Finden und Einbauen eines Tauschmotors fortgesetzt wurde, sowie 2006 mit der Prüfung und Instandsetzung des Faltenbalgs, geht nun absehbar auf die Zielgerade. Es lehrt aber auch, dass eine Zeitkalkulation von anderthalb Jahren schnell als zu optimistisch verworfen werden muss. Ausgehend vom Frühjahr 2009 hätte das Unterfangen ganze sieben Jahre in Anspruch genommen.

TR29 beim Tanken
Ohne Diesel tut sich auch bei einem...
TR29 beim Tanken
...ehemaligen Obus nix (Foto: Gerner)
Retour

März 2006 — Wieder zurück

Nach der Überholung des Faltenbalges bei gleichzeitiger Überwinterung in Kassel ist Henschel 29 wieder zum Vereinsstandort zurückgekehrt.

Jetzt fehlt noch etwas Farbe auf dem blanken Aluminium.

Gelenkig

September 2005 — Ausflug in die Heimat

Am 27.09.2005 konnte Henschel 29 nach Kassel überführt werden. Nach seiner Fertigung 1962 befindet sich TR29 nun das dritte Mal in der Stadt, in der er gebaut wurde.

Bei Hübner, dem wohl weltgrößten Faltenbalghersteller, wird der Faltenbalg überholt. Staunende Augen haben die Durchfahrt des alublanken Busses durch die Kasseler Innenstadt verfolgt.

Die neue U11D-Maschine hat damit ihre Feuerprobe mit Bravour bestanden.

Erwünschte Vibrationen

August 2005 — Hochzeit

Es brummt auch wieder im Henschel. Nach dem Überführen — soll heißen: Schleppen — unseres Henschel-29-Hohlkörpers am 25.08.2005 vom Unterstellplatz zur Werkstatt nach Wuppertal, konnte dort am 29.08.2005 der neue Motor erfolgreich eingebaut werden.

Jetzt erfolgen noch im Vergleich zur Motorinstandsetzung kleine Reparaturen an der Kupplung; dann kanns zur Faltenbalginspektion und schlussendlich zum Neulackieren gehen.

Und es hat brumm gemacht

März 2005 — Auf dem Prüfstand

Das u.a. Erneuern der Dichtungen und Schläuche ist zu einer völligen Motorüberarbeitung ausgewachsen. Jetzt muss der Motor statt auf dem Prüfstand auch noch im Henschel selber brummen.

Es kam aus Kamen

April 2004 — Westwestfalentransplantat

Und es passt doch nicht. Die Suche und das Finden geht weiter.
Im Kreis Unna wird ein U11 aufgetan, der aber erst mit neuen Dichtungen und Schläuchen versehen werden muss.

Bergisch Land III

Dezember 2003 – Februar 2004 — Ostwestfalentransplantat

Um Eventualfällen vorzubeugen, wird eine geeignete Ersatzmaschine gesucht, in Bad Salzuflen gefunden und in dichtem Schneetreiben nach Wuppertal transportiert. Sollte diese wider Erwarten doch nicht passen, soll dann der extern reparierte U11 wieder eingepflanzt werden. Allgemeine Stimmung der Techniker: was nicht passt, wird passend gemacht.

Bergisch Land II

November 2003 — Operation Offenes Herz

Bei einer Probefahrt geht leider doch immer noch zuviel Kühlmittel verloren; die Rücküberführung wird aufgeschoben. Die Maschine als solche ist ok, der Riss im Kühlkreislauf aber ungünstig in einem Winkel des Motors. Der U11 wird ausgebaut und soll jetzt außerhalb der Busses geschweißt werden.

Bergisch Land I

August 2003 — Motorprüfung in Wuppertal

Die Prozession geht weiter. Wie bei einer solchen nicht unüblich, mit einem Schritt zurück, bevor es weitergeht. Die Undichtigkeit am Motorblock soll bei einem weiteren befreundeten Verkehrsbetrieb mithilfe einer Motorinstandsetzungsfirma im eingebauten Zustand geschweißt werden.

GE-BO-DO-UN-SO

Juli 2003 — Landpartie

Überführung des Henschel 29 nach Soest

Der dritte Schritt der Wiederherstellung von Henschel 29 führte diesen von Ückendorf nach Soest. Hier wird voraussichtlich noch einmal die Maschine geprüft.

Henschel 29 unterwegs in Unna-Lünern
Bei einer Fahrt ins Sauerland 1993
Henschel30 in Brünninghausen
Schwesterfahrzeug 30 in Brünninghausen
Henschel 29 bei Unna
07/2003 Henschel29 beim Wasserfassen auf der B1
Gelsenkirchen

November 2002 — Der zweite Streich

Zur Reparatur der Kupplung bei einem befreundeten Verkehrsbetrieb in Gelsenkirchen musste Henschel 29 erneut geschleppt werden (Siehe auch Foto unten, nur in die andere Richtung).

Bei der Reparatur stellte sich später heraus, dass es gottseidank nur an Verunreinigungen im durch das Kupplungspedal betätigten Kupplungszylinder lag, der seine Kraft auf hydraulischem Wege auf das Kupplungsausrücklager überträgt. Bremsanlage, Getriebe und Motor sind in Ordnung.

Da im Rahmen der Instandsetzung des Kupplungspedals auch ein Verschleiß am Kupplungsausrücklager selbst festgestellt wurde, ist die Gelegenheit ergriffen worden, dieses und die Kupplungsscheiben beim Hersteller ZF/Fichtel&Sachs runderneuern zu lassen.

Naja, und einmal auf der Bühne, wäre es nachlässig gewesen, poröse Schlauchverbindungen nicht auch gleich wechseln zu lassen.

Witten

Mai – Oktober 2002

Da unsere Fahrzeuge bis vor nicht all zu langer Zeit unter freiem Himmel standen —ein Problem für viele gleich ausgerichtete Hobbyisten und Vereine—, hat sich der Zahn der Zeit am Lack zu schaffen gemacht.

Desweiteren hatte sich an Wagen 29 die Kupplung festgesetzt. Deshalb musste der Bus hier also geschleppt werden.

05/2002 Henschel 29 auf dem Weg zum Abbeizen

Die Karosserie dieses Henschels ist aus Aluminium, sodass sich die äußere Wiederherstellung im Wesentlichen auf die Lackierung begrenzen kann. Das folgende Bild zeigt den Zustand des Henschel 29 vor dem Beginn der Abbeiz-Arbeiten im Mai 2002.

05/2002 Henschel 29 noch in weißer Grundfarbe

Die obige Vollflächenwerbung hatte der Bus noch bei seinem Ersteigentümer, den Stadtwerken Trier erhalten. Er war damit bis zu seiner Außerdienststellung im Sommer 1992 im Einsatz.

Im Oktober 2002 dann zeigt sich dasselbe Fahrzeug fast vollständig bis aufs Alu entkleidet. Die Dachpartien waren eine besondere Herausforderung. Erst während der Arbeiten stellte sich heraus, dass sechs einzelne Farbschichten übereinander die gesamte Lackierungsgeschichte des Wagens über 40 Jahre repräsentierten. Am zähesten erwiesen sich die blauen, als Folie aufgetragenen "Wellen" in der unteren Fahrzeugpartie.

10/2002 Henschel 29 im Alu-Looks

Da die Lackentfernung als "Freizeitbeschäftigung" am Wochenende erfolgen musste und jede einzelne Lackschicht quasi separat abgebeizt werden wollte, erklären sich die sechs Monate Zeitaufwand im Nachhinein als plausibel. Analoge zukünftige Aktionen an anderen Fahrzeugen müssen daher von vorneherein längerfristig terminiert werden.

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